Version 1 bis 3

22. Januar 2011

Von Studenten für Studenten.

Es versteht sich von selbst, dass bei Mehrausgaben eine Möglichkeit geschaffen wird sozial schwache Studenten finanziell zu entlasten.

Die Aussage in der Pressemitteilung des StuRa (Version 1) ist damit für das Image des StuRa zwingend erforderlich. Denn sie sagt: wir kümmern uns um euch, wir möchten euch nicht an den Karren fahren, wir haben uns das genau überlegt.

“Größere Bedenken wurden aufgrund der finanziellen Mehrbelastung geäußert. Vor allem für sozial schwache Studierende könnte das zum Problem werden. Betroffene können allerdings beim Studentenwerk Chemnitz-Zwickau Unterstützung beantragen.”

Umso peinlicher, dass diese Aussage kurz darauf korrigiert werden muss, da oben genannte Aussage fehl interpretiert wurde. (Version 2)

“Betroffene können allerdings beim Studentenwerk Chemnitz-Zwickau Unterstützung aus dem Darlehensfonds, in besonders schweren Fällen, aus dem Härtefallfonds, beantragen.”

Mit dieser Aussage wird die in meinem letzten Beitrag angesprochene Aufregung schon klarer.

Doch das beste kommt noch. (Und an dieser Stelle vielen Dank für das Posting in den Newsgroups.)
Denn beide Unterstützungen werden nur innerhalb eines extrem engen Rahmens vergeben und die Chancen, diese als Zugabe für das Semesterticket zu erhalten sind mehr als gering. Im Klartext: Diese Aussage war reine PR.

Leider schlechte PR, wenn Falschaussagen getroffen werden, die so schnell auffliegen.

Ich veröffentliche hier nicht die gesamte E-Mail des Stuwe, sondern verweise auf die Newsgroups (Mail an mich, wer das nicht kennt/findet).

“Der Härtefonds des Studentenwerkes ist an sehr eng definierte Notfälle gebunden, beispielsweise hohe unerwartete Ausgaben in Verbindung mit Unfall, Krankheit oder einem Todesfall, Schäden durch Brand oder Diebstahl o.ä. Höhere Gebühren für das Semesterticket fallen nicht darunter, weil sie alle Studierenden gleichermaßen treffen und kein individueller Härtefall sind.

Das Darlehen ist ebenfalls auf eng definierte Härtefälle beschränkt und kommt in Situationen in Frage, in denen ein Student unverschuldet in finanzielle Not gerät und der Studienabschluss dadurch bedroht ist. Für dauerhafte Gebühren wie das Semesterticket (ähnlich Krankenkassenbeitrag etc.) trifft regelmäßig nicht zu, dass sie einen Studenten “unverschuldet” in eine Notlage bringen, weil sie absehbar sind und bei der persönlichen Studienfinanzierungsplanung berücksichtigt werden müssen.”

Ob ich dem Stura Absicht unterstelle? In den Newsgroups wurden bereits einige Varianten diskutiert (nachzulesen in Allgemein unter dem Betreff “Semesterticket – keine Unterstützung vom StuWe”) u.a., dass diese Aussage, eine Unterstützung druch das Stuwe wäre möglich geglaubt wurde, ohne sie zu überprüfen. Entscheidet selbst welche Version euch lieber ist.

Die Umfrage zum Semesterticket hat uns gezeigt, dass die Studenten an unserer Uni bezüglich des Semestertickets mitnichten einer Meinung, sondern vielmehr so ziemlich in der Hälfte geteilt sind. Aufgabe des Stura wäre es an dieser Stelle gewesen, diejenige Möglichkeit zu wählen, welche der “anderen Seite” weniger Schaden zufügt als es im umgekehrten Fall geschehen würde. So kann man anschließend guten Gewissens diese Entscheidung in die Öffentlichkeit tragen.

Derartige offensichtliche Falschaussagen bzw. Pseudo-Pro-Argumente zu publizieren, macht stutzig.

euer sturagebloggt

PS: Version 3 war die Entfernung des Beitrags von der Sturaseite.

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